Wenn Angst das Steuer übernimmt – was ängstliche Hunde wirklich brauchen

Wer mit einem ängstlichen Hund lebt, kennt diese Situationen nur zu gut – es sind oft keine dramatischen Ereignisse, sondern scheinbar banale Momente, die den Alltag plötzlich kippen lassen: Der Hund bleibt stehen, spannt sich an oder reagiert unerwartet heftig. Manchmal genügt ein Geräusch, ein Mensch in der Ferne oder ein anderer Hund auf der falschen Straßenseite – und aus einem entspannten Spaziergang wird eine Herausforderung.

Viele Halter fragen sich dann irgendwann, warum sich trotz aller Bemühungen nichts wirklich verändert. Warum der Hund immer wieder ähnlich reagiert. Und warum sich selbst kleine Fortschritte so fragil anfühlen. In meiner Arbeit erlebe ich häufig, wie groß die Verunsicherung in solchen Momenten ist. Wie schnell Menschen beginnen, an sich zu zweifeln, an ihrem Hund, an ihren Entscheidungen. Dabei liegt die Ursache oft nicht in mangelnder Konsequenz oder fehlendem Training, sondern sehr viel tiefer.

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Warum wir weniger Polarisierung und mehr Besonnenheit brauchen – auch in der Hundeszene

Als ich das Video von Dana Thimel auf dem Kanal der Doguniversity sah, war ich zuerst betroffen – und dann erleichtert. Betroffen, weil es ein offenes Eingeständnis dessen ist, was viele von uns längst spüren: Die Hundeszene ist gespalten, und die Fronten haben sich verhärtet. Erleichtert war ich, weil es jemand ausspricht, der in dieser Community gehört wird und damit dem verbreiteten Getöse etwas Entschiedenes entgegensetzt. Und: Das Video hat einen Nerv getroffen. Einen Tag nach seiner Veröffentlichung zählt es bereits knapp 74.000 Aufrufe und 374 Kommentare – meist wohl meinende. Warum das bemerkenswert ist – darum eben geht es in dem Video, und darum geht es auch in diesem Text.

Dana sagt im Kern: Die Szene hat sich in zwei extrem voneinander abgegrenzte Lager aufgeteilt. Auf der einen Seite stehen die, die ausschließlich auf positive Verstärkung setzen und in jedem Korrekturimpuls eine moralische Gefahr sehen. Auf der anderen Seite stehen jene, die jede Form von Kontrolle über den Hund als notwendig und legitim propagieren – ohne ausreichend zu berücksichtigen, wie verletzlich Hunde als fühlende Wesen sind. In dieser Polarisierung leidet am Ende vor allem das, wofür wir alle eigentlich arbeiten: das Verständnis zwischen Hund und Mensch.

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Hunde im Rathaus – Frankenthal wagt den Kulturwandel

Die Stadtverwaltung Frankenthal hat einen Schritt gewagt, über den viele Hundebesitzer nur staunen können: Seit Juli dürfen Mitarbeitende ihre Hunde mit ins Büro bringen. Das Pilotprojekt „Hund am Arbeitsplatz“ läuft zunächst für ein Jahr – und könnte wegweisend sein.

Warum Hunde am Arbeitsplatz?

Die Gründe sind klar: Hunde fördern das Wohlbefinden, schaffen eine entspanntere Atmosphäre und stärken das Miteinander. Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer brachte die Idee ins Rathaus. Er spricht von einem Kulturwandel: mehr Vertrauen, mehr Flexibilität, attraktivere Arbeitsbedingungen. Erste Rückmeldungen zeigen: Das Arbeitsklima profitiert – die Stimmung ist besser, der Teamgeist wächst.

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Heidelberg reformiert die Hundesteuer: Was jetzt auf Halter:innen zukommt

Fragebogen der Stadt soll zwischen Standardhunden und „gefährlichen Hunden“ unterscheiden – Rückmeldefrist bis 1. September 2025

In Heidelberg steht eine Reform der Hundesteuer an – und sie betrifft alle Hundehalterinnen und Hundehalter der Stadt, unabhängig davon, ob derzeit eine Steuerpflicht besteht oder nicht. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, ab dem 1. Januar 2026 eine separate Steuer für sogenannte gefährliche Hunde („Kampfhunde“) einzuführen. Die genaue Höhe der neuen Steuersätze wird voraussichtlich im Herbst 2025 vom Gemeinderat beschlossen.

Fragebogen wird verschickt

Um die künftige Einstufung vorzubereiten, versendet die Stadt Ende Juli 2025 einen einseitigen Fragebogen an alle registrierten Hundehalter:innen. Dieser muss bis spätestens 1. September 2025 zurückgesendet werden – entweder per Post oder per E-Mail. Auch steuerbefreite Halter:innen sind zur Abgabe verpflichtet.

Die zentrale Frage: Handelt es sich beim eigenen Hund um einen sogenannten Standardhund – oder um einen „gefährlichen Hund“?

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Vorsicht bei bestimmten Medikamenten: Der MDR1-Gendefekt bei Hunden

Warum vor allem Halterinnen und Halter von Hütehunden jetzt genauer hinschauen sollten

📌 Aktuell am 30. Juli 2025:
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat heute in einer neuen Pressemitteilung auf eine genetische Besonderheit bei Hunden hingewiesen, die ernsthafte Nebenwirkungen bei der Gabe bestimmter Medikamente auslösen kann. Betroffen sind vor allem Hunde mit einem sogenannten MDR1-Gendefekt – darunter viele beliebte Hütehunderassen wie Collies, Australian Shepherds oder Shelties.

Die Warnung ist nicht neu, aber aktuell wie nie: Auch Mischlinge oder Windhundrassen können betroffen sein – und viele Halter wissen gar nichts von dieser genetischen Veranlagung.

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