Vorsicht bei bestimmten Medikamenten: Der MDR1-Gendefekt bei Hunden

Warum vor allem Halterinnen und Halter von Hütehunden jetzt genauer hinschauen sollten

📌 Aktuell am 30. Juli 2025:
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat heute in einer neuen Pressemitteilung auf eine genetische Besonderheit bei Hunden hingewiesen, die ernsthafte Nebenwirkungen bei der Gabe bestimmter Medikamente auslösen kann. Betroffen sind vor allem Hunde mit einem sogenannten MDR1-Gendefekt – darunter viele beliebte Hütehunderassen wie Collies, Australian Shepherds oder Shelties.

Die Warnung ist nicht neu, aber aktuell wie nie: Auch Mischlinge oder Windhundrassen können betroffen sein – und viele Halter wissen gar nichts von dieser genetischen Veranlagung.

Was steckt hinter dem MDR1-Gendefekt?

Das MDR1-Gen steuert einen wichtigen Transportmechanismus im Körper – den MDR1-Transporter. Dieser fungiert als biologischer Türsteher und verhindert, dass schädliche Substanzen in empfindliche Bereiche wie das Gehirn gelangen. Außerdem hilft er bei der Ausscheidung bestimmter Wirkstoffe über Leber und Niere.

Wenn das Gen mutiert ist – wie bei MDR1-betroffenen Tieren – fällt diese Schutzfunktion aus. Selbst korrekt dosierte Medikamente können dann starke Nebenwirkungen auslösen. Besonders problematisch sind Antiparasitika, Anästhetika oder Chemotherapeutika.

Mögliche Symptome bei betroffenen Hunden:

  • Koordinationsstörungen
  • Teilnahmslosigkeit (Lethargie)
  • Muskelzittern
  • Krampfanfälle
  • Ungewöhnlich geweitete Pupillen

Diese Hunderassen sind besonders häufig betroffen:

  • Collie
  • Australian Shepherd
  • Sheltie (Shetland Sheepdog)
  • Border Collie
  • Windhunde wie Whippet oder Greyhound
  • Mischlinge mit Hütehund-Anteil

Auch bei einigen Katzen wurde der Defekt bereits nachgewiesen.

Was sollten Hundebesitzer tun?

Wer einen der genannten Hunde hält – oder einen Mischling mit Hütehund-Vorfahren – sollte einen gentischen Test auf den MDR1-Defekt in Erwägung ziehen. Dieser ist unkompliziert, einmalig nötig und gibt lebenslang Gewissheit.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Planungssicherheit bei Tierarztbesuchen
  • Vermeidung gefährlicher Nebenwirkungen
  • Schutz bei Narkosen, Impfungen und Parasitenbehandlungen
  • Sicherheit auch für Notfälle

Warum das Thema für uns bei Pawcademy wichtig ist

In unserer Hundeschule begleiten wir viele kluge, sensible und leistungsbereite Hütehunde. Gerade diese Tiere brauchen nicht nur einfühlsames Training – sondern auch einen verantwortungsvollen gesundheitlichen Umgang.

Wir möchten dir als Halterin oder Halter helfen, dein Tier besser zu verstehen – und Risiken zu vermeiden, bevor sie entstehen. Die heutige Warnung des BVL ist daher nicht nur eine Nachricht für Tierärztinnen und Tierärzte, sondern vor allem für dich als Bezugsperson.


🔍 Offizielle Pressemitteilung vom 30. Juli 2025:
👉 www.bvl.bund.de/MDR1-Defekt


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